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Entgrenzung von Arbeit und Leben

Zum Wandel der Beziehung von Erwerbstätigkeit und Privatsphäre im Alltag

Karin Gottschall og Günter G. Voss

Rainer Hampp Verlag 2003, 368 s. ISBN 3-87988-798-5
Bogomtale fra forlaget.

Die Entgrenzung von Arbeit ist ein wichtiges Stichwort der aktuellen soziologischen Beschäftigung mit dem Wandel der Erwerbstätigkeit. Eine besonders tiefgreifende Entgrenzung vollzieht sich infolge neuer betrieblicher Strategien im Verhältnis von Erwerbssphäre und privatem Leben.
Telearbeit, hoch flexible Arbeitszeiten, Projektorganisation, Outsourcing der betrieblichen Nutzung von Arbeitskraft und Scheinselbständigkeit, neue Formen freiberuflicher Tätigkeit und Selbständigkeit, eine zunehmende Mobilität im beruflichen Alltag u.a.m. all dies stellt zunehmend das gewohnte Verhältnis von Arbeit und Leben in Frage. Die mit der Industrialisierung entstandene klare räumliche, zeitliche, soziale und sachliche Trennung der beiden Bereiche gerät in Bewegung. Damit deutet sich ein tiefgreifender Wandel dieser in modernen Gesellschaften bisher für charakteristisch gehaltenen Struktur an, der langfristig erhebliche Folgen haben wird.
Der vorliegende Band versammelt Beiträge soziologischer und psychologischer ExpertInnen, die sich aus unterschiedlicher Perspektive der Entgrenzung Arbeit und Leben annähern: Auswirkungen entgrenzter Betriebsstrategien auf das Verhältnis von Arbeit und Leben Einpersonen-Selbständige als Pioniergruppe einer neuen Beziehung von Erwerbstätigkeit und privatem Leben
Auswirkungen der Entgrenzung von Arbeit und Leben auf die Geschlechterbeziehungen

Prof. Dr. Karin Gottschall lehrt Soziologie an der Universität Bremen und ist Leiterin des Zentrums für Sozialpolitik der Universität. Prof. Dr. G. Günter Voß lehrt Industrie- und Techniksoziologie an der Technischen Universität Chemnitz.