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Chancen und Risiken täglich verkürzter Erwerbsarbeit für Gesundheit und Familie

Ein 24-Stunden-Belastungs- und -Beanspruchungs-Vergleich

Birgit Helfmann

Rainer Hampp Verlag 2003, 176 s. ISBN 3-87988-756-X
Bogomtale fra forlaget.

ARBEIT Gegenstand arbeitspsychologischer Belastungs- und Beanspruchungsanalysen wird für jeden von uns spürbar knapper. Ein Versuch darauf zu reagieren, ist - über die Verkürzung der Arbeitszeit - wieder mehr Menschen an Arbeit, die belohnt wird, teil haben zu lassen. Aber mit Verkürzung der täglichen Erwerbsarbeitszeit kann Beanspruchung und Gesundheit im-mer weniger nur im Zusammenhang mit den Inhalten dieser Erwerbsarbeit betrachtet werden, d.h. die bewährten arbeitspsychologischen Verfahren reichen nicht mehr. Deshalb wurde innerhalb der vorliegenden Dissertation zunächst eine allgemeine Tätigkeits-klassifikation zur beanspruchungsrelevanten Beschreibung der 24-Stunden-Belastungsstruktur entwickelt, die im Verlaufe der Multi-Methoden-Analysen neben den bewährten arbeitspsycho-logischen Verfahren auch erprobt und gütegeprüft wurde. Der grundsätzlichen Frage nach den Chancen und Risiken täglich verkürzter Erwerbsarbeit für Gesundheit und Familie wird auf 3 komplexer werdenden Untersuchungsebenen nachgegangen, wobei jeweils die Belastungs- und Beanspruchungsdaten der - bis auf die tägliche Arbeitszeit der Frau ansonsten homogenen Stichprobengruppen miteinander verglichen wurden. Zunächst wurde die Erwerbsarbeitszeit zum -inhalt (klassisch-arbeitspsychologische Ebene) in Beziehung gesetzt, dann erweiternd zur 24-Stunden-Belastung und -Beanspruchung der Arbeit-nehmerin (individueller Tag) und letztlich zur Belastungsverteilung im Haushalt (Tag der Haus-haltspartner). Die sich so ergänzenden Ergebnisse ermöglichen teilweise sehr differenzierte Aussagen zu den Chancen und Risiken täglich verkürzter Erwerbsarbeit für Gesundheit und Familie. Birgit Helfmann (Jahrgang 1966, verheiratet, 2 Kinder) studierte bis 1992 an der Technischen Universität Dresden Psychologie/ Schwerpunkt Arbeits- und Organisationspsychologie, arbeitete danach als wissenschaftliche Mitarbeiterin und ist seit 1999 als selbstständige Beraterin mit ent-sprechenden Zusatzausbildungen im Bereich Coaching, Supervision sowie Team- und Organisa-tionsentwicklung tätig (www.birgit-helfmann.de)